Kurz gesagt: In den SUP23T passt eine Laser-Schweißdüse aus Kupfer, deren Gewinde exakt zum Düsensitz deines Schweißkopfs passt – die Form (gerade, abgewinkelt, mit oder ohne Drahtführung) richtest du nach der Schweißaufgabe aus. Das Gewindemaß ist das eigentliche Auswahlkriterium: Passt das Gewinde nicht, sitzt die Düse nicht sauber und der Schutzgasfluss stimmt nicht. Gleiche das Maß deshalb immer am eigenen Kopf ab oder lass es über die Beratung prüfen, bevor du bestellst.
Die Frage „Und welche Düse passt dazu?" kommt bei uns fast täglich zum SUP23T – meist direkt nach der Frage nach dem passenden Schutzglas. Dieser Ratgeber erklärt neutral, wie du die richtige Schweißdüse bestimmst, welche Form wofür taugt und wann ein Wechsel fällig ist.
Welche Düse passt in den SUP23T-Schweißkopf?
Der SUP23T ist ein handgeführter Laser-Schweißkopf, wie er in vielen 3-in-1- und Handschweißsystemen verbaut ist. Die Schweißdüse (oft „Kupferdüse" oder „Gasdüse" genannt) sitzt vorn am Kopf und erfüllt drei Aufgaben zugleich: Sie führt das Schutzgas gebündelt an die Schmelze, hält Spritzer vom empfindlichen Schutzglas fern und gibt dem Strahl – bei Wobble-Betrieb – einen definierten Austritt. Damit sie das kann, muss zweierlei passen:
- Das Gewinde/der Sitz: Handschweißköpfe nutzen je nach Bauart unterschiedliche Feingewinde (z. B. M8, M10, M11, M13, M16). Nur ein passendes Gewinde sorgt für sicheren Sitz und dichten Gasfluss.
- Die Form: gerade, abgewinkelt, mit Drahtführung oder breit/spritzerarm – abhängig von Nahtart und Zugänglichkeit.
Weil sich Kopf-Varianten und Serien unterscheiden können, geben wir bewusst kein pauschales Maß für „den SUP23T" an. Sicherer ist: Gewinde am eigenen Kopf ablesen bzw. die alte Düse als Referenz nehmen – oder uns kurz Kopf und Foto schicken, dann gleichen wir es ab.

Düsenform nach Schweißaufgabe – die Übersicht
Die Form der Düse entscheidet, wie gut du an die Naht kommst und wie sauber das Schutzgas liegt. Diese Tabelle fasst die gängigen Formen zusammen (Richtwerte, marken- und verfahrensneutral):
| Düsenform | Typischer Einsatz | Worauf achten |
|---|---|---|
| Gerade | Durchgehende Stumpf- und Überlappnähte auf gut zugänglichen Flächen | Standardfall für die meisten Schweißungen |
| Abgewinkelt | Innenecken, Kehlnähte und enge Bauteilgeometrien | Verbessert Zugänglichkeit; Gaslage im Winkel prüfen |
| Mit Drahtführung | Arbeiten mit Zusatzdraht: Spaltüberbrückung, Nahtaufbau | Führung muss zum Drahtdurchmesser passen |
| Breit / Anti-Spatter | Breitere Wobble-Nähte, verschmutzte oder verzinkte Oberflächen | Robuster gegen Spritzer; höherer Gasbedarf möglich |
Viele Anbieter führen mehrere Formen als Set unter einer Gewindegröße – so hast du für jede Naht die passende Düse griffbereit, ohne den Kopf zu wechseln.
Woran erkenne ich das richtige Gewinde?
Am zuverlässigsten bestimmst du das Gewinde über die vorhandene Düse: Schraube sie ab und vergleiche sie mit einer Referenz, oder miss den Gewindedurchmesser. Steht auf der alten Düse oder in der Doku eine Bezeichnung wie „M11", ist das dein Suchbegriff. Im Zweifel gilt: nicht raten. Ein falsches Gewinde lässt sich zwar teils ansetzen, dichtet aber nicht sauber ab – das kostet Schutzgas und Nahtqualität. Schick uns Kopf-Typ und ein Foto der alten Düse, dann ordnen wir die passende Schweißdüse zu.
Wann sollte ich die Schweißdüse wechseln?
Kupferdüsen sind Verschleißteile. Tausche die Düse, wenn:
- die Bohrung verformt, ausgeschlagen oder zugesetzt ist,
- sich Spritzer festgesetzt haben, die sich nicht mehr entfernen lassen,
- die Gaslage unruhig wird und die Naht poröser oder unregelmäßiger ausfällt,
- die Düse Kontakt zum Werkstück hatte und angeschmolzen ist.
Eine deformierte oder verspritzte Düse lenkt das Schutzgas ungleichmäßig – Poren und Anlauffarben sind oft die Folge. Ein Satz Ersatzdüsen im Koffer ist deshalb sinnvoll, gerade bei viel Spritzer durch verzinkte oder verschmutzte Bleche.
Passende Schweißdüsen und SUP23T-Optik
Für handgeführte Schweißköpfe führen wir Kupfer-Schweißdüsen in verschiedenen Gewindegrößen und Formen, unter anderem als Formen-Set und als Einzelform:
- Schweißdüsen-Set WNSM (Formen A–F, M10) – mehrere Formen unter einer Gewindegröße
- Schweißdüse WN-A-H (WSX, M11)
- Schweißdüse WN-A-E (HW, M8)
Für den SUP23T führen wir außerdem die passende Optik – etwa die Kollimationslinse für den SUP23T und die Fokussierlinse F150 für den SUP23T. Einen Überblick über Geräte und Zubehör findest du in der Kategorie Laserschweißgeräte. Welche Schweißdüse konkret in deinen Kopf gehört, klären wir gern vorab – so passt Gewinde und Form auf Anhieb.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Düse passt in einen SUP23T-Schweißkopf?
Eine Kupfer-Schweißdüse, deren Gewinde zum Düsensitz des SUP23T passt. Da sich Kopf-Varianten unterscheiden können, nennen wir kein pauschales Maß – gleiche das Gewinde an deiner vorhandenen Düse ab oder lass es über unsere Beratung prüfen. Die Form wählst du nach Schweißaufgabe.
Und welche Düse passt dazu, wenn ich schon Schutzglas und Linse habe?
Schutzglas, Linse und Düse werden getrennt nach ihren jeweiligen Maßen bestimmt. Für die Düse ist das Gewinde am Kopf entscheidend, nicht das Schutzglasmaß. Am einfachsten schickst du uns Kopf-Typ und ein Foto der alten Düse, dann ordnen wir die passende zu.
Kann ich für den SUP23T jede Schweißdüse verwenden?
Nein. Die Düse muss im Gewinde passen, sonst sitzt sie nicht dicht und das Schutzgas strömt ungleichmäßig. Innerhalb der passenden Gewindegröße kannst du dann zwischen den Formen (gerade, abgewinkelt, mit Drahtführung, breit) frei nach Aufgabe wählen.
Welche Düsenform brauche ich für Kehlnähte und Ecken?
Für Innenecken und Kehlnähte ist eine abgewinkelte Düse meist im Vorteil, weil du besser an die Naht kommst und das Gas günstiger liegt. Für offene, gut zugängliche Nähte reicht die gerade Form.
Brauche ich zum Schweißen mit Draht eine spezielle Düse?
Wenn du mit Zusatzdraht arbeitest, ist eine Düse mit Drahtführung sinnvoll. Die Führung sollte zum Drahtdurchmesser passen, damit der Draht sauber an der richtigen Stelle ankommt.
Wann ist ein Düsenwechsel fällig?
Sobald die Bohrung verformt, zugesetzt oder ausgeschlagen ist, sich Spritzer nicht mehr entfernen lassen oder die Naht durch unruhige Gaslage poröser wird. Kupferdüsen sind Verschleißteile – ein kleiner Vorrat lohnt sich.
Autor: beam.deals Fachredaktion · Laseranwendungstechnik. Die Angaben sind allgemeine Richtwerte und ersetzen keine gerätespezifische Prüfung; Gewinde und Form bitte am eigenen Schweißkopf abgleichen oder über unsere Beratung klären.