Kurz gesagt: Faserlaser beschriften nahezu alle Metalle und viele Kunststoffe – welches Ergebnis möglich ist, hängt vom Material und vom Lasertyp ab. Ein Standard-Faserlaser markiert schnell und günstig in Schwarz-Weiß und graviert tief; eine MOPA-Quelle mit einstellbarer Pulsdauer erlaubt Farb- und Anlassbeschriftung auf Edelstahl sowie schonende Markierung auf Kunststoff und eloxiertem Aluminium.
Faserlaser beschriften nahezu alle Metalle und viele Kunststoffe – aber das Ergebnis hängt stark vom Material und vom Lasertyp ab. Diese Referenz zeigt, welches Verfahren auf welchem Werkstoff typisch ist und wann sich eine MOPA-Quelle gegenüber einem Standard-Faserlaser lohnt.
Material-Referenz: Verfahren und Ergebnis
| Material | Typisches Ergebnis | Empfohlener Laser |
|---|---|---|
| Edelstahl | Anlassbeschriftung (schwarz), Farbmarkierung, Gravur | MOPA (für Farbe/Schwarz) |
| Baustahl | kontrastreiche Gravur und Markierung | Standard oder MOPA |
| Aluminium, blank | helle bis dunkle Markierung, Gravur | Standard oder MOPA |
| Aluminium, eloxiert | helle Markierung (Schicht wird abgetragen) | MOPA (schonend) |
| Messing / Kupfer | Gravur und Markierung (höhere Leistung nötig) | Standard oder MOPA |
| Titan | Farb- und Anlassbeschriftung | MOPA |
| Kunststoffe | heller/dunkler Kontrast, schaumig oder graviert | MOPA (schonend, weniger Verbrennen) |
| Beschichtete Oberflächen | Schicht gezielt abtragen (Tag-/Nacht-Design) | Standard oder MOPA |
Richtwerte. Klares Glas und viele organische Materialien lassen sich nur eingeschränkt bzw. mit Zusätzen direkt beschriften.
MOPA oder Standard-Faserlaser?
Der entscheidende Unterschied ist die Pulsdauer. Standard-Faserlaser haben eine feste Pulsdauer und markieren schnell und günstig – ideal für einfaches Schwarz-Markieren. MOPA-Quellen erlauben eine einstellbare Pulsdauer und Frequenz. Das bringt drei Vorteile: Farbmarkierung auf Edelstahl und Titan, saubere Anlassbeschriftung ohne Materialabtrag und schonende Markierung auf Kunststoff und eloxiertem Aluminium ohne Verbrennen. Für hochwertige oder farbige Kennzeichnung ist MOPA daher meist die bessere Wahl.
Welche Leistung für welche Aufgabe?
| Leistung | Typische Aufgabe |
|---|---|
| 20–30 W | Standard-Markieren, Seriennummern, DataMatrix/QR, Anlass- und Farbbeschriftung |
| 50–60 W | schnelleres Markieren, leichte Gravur, Serienbetrieb |
| 100–200 W | Tiefengravur, Metallabtrag, hoher Durchsatz |
Rückverfolgbarkeit: Codes statt Etiketten
Ein häufiger Grund für die Anschaffung ist die maschinenlesbare Kennzeichnung: fortlaufende Seriennummern, DataMatrix- und QR-Codes direkt auf dem Bauteil, dauerhaft und fälschungssicher. Die mitgelieferte Software (EZCad) erzeugt diese Codes und Nummerierungen automatisch.
Unsicher bei Ihrem Material?
Wir beschriften Ihr Musterteil in unserem Anwendungszentrum und zeigen Kontrast und Farbe, bevor Sie sich entscheiden. Eine Übersicht der Geräte finden Sie unter Laserbeschrifter kaufen.
Weiterführend
Häufige Fragen
Welches Material lässt sich mit welchem Laser beschriften?
Edelstahl eignet sich für Anlass- und Farbbeschriftung (MOPA) sowie Gravur; Baustahl, Aluminium und Messing/Kupfer für kontrastreiche Markierung und Gravur (Standard oder MOPA). Eloxiertes Aluminium und viele Kunststoffe markiert MOPA besonders schonend. Klares Glas und viele organische Stoffe lassen sich nur eingeschränkt beschriften.
MOPA oder Standard-Faserlaser – was ist der Unterschied?
Der Unterschied ist die Pulsdauer. Standard-Faserlaser haben eine feste Pulsdauer und markieren schnell und günstig. MOPA-Quellen erlauben eine einstellbare Pulsdauer und Frequenz und damit Farbmarkierung, saubere Anlassbeschriftung und schonende Markierung ohne Verbrennen.
Welche Leistung brauche ich zum Beschriften?
Zum Markieren, für Seriennummern und Codes reichen meist 20–30 W. 50–60 W beschleunigen das Markieren und leichte Gravuren, 100–200 W sind für Tiefengravur und hohen Materialabtrag gedacht.
Kann ich damit maschinenlesbare Codes erzeugen?
Ja. Fortlaufende Seriennummern sowie DataMatrix- und QR-Codes lassen sich dauerhaft direkt auf das Bauteil bringen; die mitgelieferte Software erzeugt Codes und Nummerierungen automatisch.
Woher weiß ich, was zu meinem Material passt?
Am zuverlässigsten über einen Markiertest am echten Bauteil. So sieht man Kontrast und Farbe, bevor man sich für Standard oder MOPA entscheidet.