Anwendung · Laserschweißen

Edelstahl schweißen mit Laser

Sauber, schnell, kaum Verzug: Warum sich handgeführtes Laserschweißen bei Edelstahl (1.4301, 1.4404 & Co.) durchsetzt – und welches System zu Ihrer Aufgabe passt.

Edelstahl gehört zu den Werkstoffen, bei denen das handgeführte Laserschweißen seine Stärken voll ausspielt: konzentrierter, geringer Wärmeeintrag, schmale Nähte, minimaler Verzug und deutlich weniger Nacharbeit als beim WIG-Schweißen. Ob dünnes Blech, Behälter, Geländer, Küchen- und Lebensmitteltechnik oder Apparatebau – ein moderner Faserlaser fügt Edelstahl gleichmäßig und mit sauberem Nahtbild.

Warum Laser bei Edelstahl überzeugt

  • Wenig Verzug: Der eng fokussierte Strahl bringt die Wärme punktgenau ein. Die Wärmeeinflusszone bleibt schmal, dünne Bleche verziehen sich kaum.
  • Sauberes Nahtbild: Schmale, gleichmäßige Nähte mit wenig Anlauffarben. Mit passendem Schutzgas bleibt die Korrosionsbeständigkeit erhalten.
  • Hohes Tempo: Handgeführte Systeme schweißen Edelstahl spürbar schneller als WIG – das senkt Durchlaufzeiten und Richtarbeit.
  • Leicht zu führen: Dank Pendelfunktion (Wobble) und integrierter Drahtzufuhr sind auch Kehlnähte und kleine Spalten gut beherrschbar.

Worauf es beim Edelstahlschweißen ankommt

Schutzgas

In der Regel Argon. Für sichtbare oder korrosionskritische Nähte empfiehlt sich zusätzlich eine Wurzelschutz-/Formiergas-Spülung auf der Rückseite, damit die Naht blank bleibt.

Materialstärke

Handgeführte Systeme fügen Edelstahl je nach Laserleistung typischerweise im Bereich weniger Millimeter in einem Durchgang. Dickere Querschnitte werden mit Zusatzdraht, Pendelfunktion oder mehreren Lagen geschweißt.

Zusatzdraht

Für eng anliegende Verbindungsnähte oft nicht nötig. Bei Spalten, Kehlnähten oder größeren Querschnitten kommt ein passender Edelstahl-Zusatzdraht (z. B. 1.4316 / 308LSi) zum Einsatz.

Vorbereitung

Saubere, fettfreie und möglichst eng anliegende Kanten verbessern das Ergebnis. Die Wobble-Funktion überbrückt kleine Toleranzen.

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Nicht sicher, welches System passt? Der Laserschweißgerät-Finder führt Sie in wenigen Schritten zur passenden Empfehlung.

Kostenlose Testschweißung: Schicken Sie uns Ihr Edelstahl-Musterteil – wir schweißen es kostenlos an und Sie sehen Naht, Geschwindigkeit und Ergebnis vor der Kaufentscheidung. Vorführungen im Anwendungszentrum Rietberg sind ebenfalls möglich.

Häufige Fragen

Kann man Edelstahl mit einem Handlaser schweißen?
Ja. Handgeführte Faserlaser-Schweißgeräte eignen sich sehr gut für Edelstahl (z. B. 1.4301/1.4404). Durch den konzentrierten, geringen Wärmeeintrag verzieht sich das Material kaum, die Naht bleibt schmal und sauber. Dünne Bleche lassen sich meist in einem Durchgang fügen, dickere Querschnitte mit Zusatzdraht oder mehreren Lagen.
Welche Materialstärke lässt sich mit dem Laser an Edelstahl schweißen?
Handgeführte Systeme fügen Edelstahl je nach Leistung typischerweise im Bereich weniger Millimeter in einem Durchgang. Größere Wandstärken werden mit Zusatzdraht, Pendelfunktion (Wobble) oder mehreren Lagen geschweißt. Für Ihre konkrete Wandstärke beraten wir Sie und testen es kostenlos an Ihrem Musterteil.
Welches Schutzgas wird beim Laserschweißen von Edelstahl verwendet?
In der Regel Argon als Schutzgas. Für sichtbare oder korrosionskritische Nähte empfiehlt sich zusätzlich eine Wurzelschutz-/Formiergas-Spülung auf der Rückseite, damit die Naht blank bleibt und die Korrosionsbeständigkeit erhalten bleibt.
Was ist besser: Laserschweißen oder WIG (TIG) bei Edelstahl?
Laserschweißen ist meist deutlich schneller, bringt weniger Wärme ein und erzeugt schmalere Nähte mit geringerem Verzug und weniger Anlauffarben. Das reduziert Nacharbeit und Richtarbeit. WIG bleibt bei sehr dickwandigen oder speziellen Anwendungen eine Option; für die meisten Edelstahl-Blech- und Behälterarbeiten ist der Handlaser produktiver.
Braucht man Zusatzdraht beim Laserschweißen von Edelstahl?
Für reine Verbindungsnähte an eng anliegenden Bauteilen oft nicht. Bei Spalten, Kehlnähten oder größeren Querschnitten wird ein passender Edelstahl-Zusatzdraht (z. B. 1.4316/308LSi) verwendet. Unsere 3-in-1- und 4-in-1-Systeme haben die Drahtzufuhr bereits integriert.
Kann ich Edelstahl vor dem Kauf testen lassen?
Ja. Schicken Sie uns Ihr Musterteil – wir schweißen es kostenlos an und Sie sehen Naht, Geschwindigkeit und Ergebnis vor der Entscheidung. Termine im Anwendungszentrum Rietberg sind ebenfalls möglich.

Edelstahl-Projekt geplant?

Sagen Sie uns kurz, was Sie schweißen (Werkstoff, Wandstärke, Nahtart, Stückzahl) – wir empfehlen die passende Lösung und schweißen auf Wunsch Ihr Musterteil an.

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